Gardistenbeschwichtigungsmenü

von Corinna Kersten

Memoria Myrana 20 (2008)

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Dieser Artikel stammt aus der Memoria Myrana 20 (2008)

Zutaten

(zur Beschwichtigung von 4 Gardisten)

Für die Fleischspeise:
4 Flussläuferschnitzel (Putenschnitzel)
500 g frische Chemec-Pilze (Champignons)
1 Kerhi (Zwiebel)
200 ml geseihter Azidial (trockener Weißwein)
200 ml Varkensahne

Für die Beilage:
1,5 kg vorwiegend festkochende Cassavas (Kartoffeln)
1 Päckchen weicher valantischer Varkenkäse (Streichkäse)
400 ml Varkensahne
400 g geriebener Varkenkäse (Gouda)
Jimaucha (Salz)
Piperales (Pfeffer)
Myristica (Muskatnuss)

Für den Nachtisch:
1 l Varkenmilch
2 Tüten Gniddup-Pulver mit dem Geschmack süßer Baumrinde (Vanillepuddingpulver)
4 schwach gehäufte EL (= 80 g) Raia-Krümel (Zucker)
100 g Splitter von Sumus Leckerei (Schokoladensplitter)
100 ml mayenischer Rum
400 ml kalte Varkensahne

Zubereitung

Das Wichtigste vorweg: Dieses Menü ist nichts für eilige Köche/Köchinnen, ihr solltet für die Zubereitung mindestens 2 Stunden Zeit einplanen. Zwischendurch gibt es allerdings etwas Leerlauf – es sei denn, ihr erledigt einige Vorarbeiten schon eher.
Am besten fangt ihr mit dem Nachtisch an, da er eine Weile kalt gestellt werden muss. Dafür rührt ihr das Gniddup-Pulver und die Raia-Krümel in 12 EL Varkenmilch. Die restliche Varkenmilch bringt ihr zum Kochen und gebt dann die angerührte Mischung hinein. Das Ganze lasst ihr unter ständigem Rühren nochmals aufkochen. Diese Masse wird nun erst einmal kalt gestellt und ihr könnt euch währenddessen der Zubereitung der anderen Speisen widmen.
Die Cassavas werden geschält und gekocht, danach in Scheiben geschnitten und in eine Auflaufform gelegt. Dann verrührt ihr den weichen valantischen Varkenkäse mit 400 ml Varkensahne, würzt diese Soße mit Jimaucha, Piperales und Myristica und gießt sie über die Cassavascheiben. Darüber wird noch der geriebene Varkenkäse gestreut, danach kommt die Auflaufform für etwa 45 Minuten in den gut befeuerten Ofen (200° C).
Als Nächstes macht ihr euch an die Zubereitung der Fleischspeise. Dafür schneidet ihr die Flussläuferschnitzel in Streifen, die Chemec-Pilze in Scheiben und die Kerhi in kleine Stückchen. Dann werden die Chemec-Pilze und die Kerhi angebraten und danach wieder aus der Pfanne genommen. Danach bratet ihr die Flussläuferschnitzelstreifen an und löscht sie mit dem geseihten Azidial ab. Aus diesem Sud fabriziert ihr nun mit 200 ml Varkensahne eine Soße. Aber Vorsicht: Der Temperaturunterschied zwischen den beiden Flüssigkeiten darf nicht zu groß sein; wenn ihr kalte Varkensahne in eine heiße Flüssigkeit gießt, gerinnt die Sahne. Dann gebt ihr alles (Fleisch, Pilze, Kerhi und Soße) wieder in die Pfanne und lasst das Ganze bei geringer Hitze noch eine Weile köcheln.
Währenddessen könnt ihr die Nachspeise vollenden – vorausgesetzt, sie ist bereits abgekühlt. Dafür schlagt ihr 400 ml kalte Varkensahne auf (wenn die Sahne nicht kalt ist, lässt sie sich schlecht bis gar nicht schlagen) und hebt die geschlagene Sahne vorsichtig unter die Nachspeise, ebenso die Splitter von Sumus Leckerei und den mayenischen Rum. Aber ganz vorsichtig und nur wenig umrühren – sonst wird aus der appetitlich anzusehenden Speise ein unansehnlicher Matsch. Danach stellt ihr die Nachspeise wieder kalt – bis es Zeit wird, sie den Gästen zu servieren.

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