T’rami’Sumu

von Bernadette Wunden

7

Memoria Myrana (2005)

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Dieser Artikel stammt aus der Memoria Myrana 7 (2005)

Zutaten

3-4 Eier (vom Huhn oder ein Straußenei)
Jharrafinger-Plätzchen (Löffelbisquit)
Mandellikör oder für den verwöhnten Gaumen Raiamilch (Amaretto)
2-3 Hände feingemahlener Rohrzucker aus Era’sumu (250g Puderzucker)
Panzermehl des Nakramarischen Schwarzkäfers oder dem teuren Pulver aus gerösteten Libericaoder Excelsafrüchten (Kaffee)
Thapurbohnenpulver (Kakaopulver)
ein Stück Valantischer Schmelzkäse aus Varkenmilch (500g Mascarpone)

Zubereitung

Zuerst setzt Du einen starken Aufguss aus dem Käferpanzermehl auf, die Früchte sind eher etwas für Reiche. Nehme dazu ruhig auch die doppelte Stärke, immerhin gilt diese Speise auch als Muntermacher. Wenn du keinen „Käfer“ magst, so ist es kein Problem, wenn du ihn einfach ganz außen vor lässt.
Gebe den Zucker in eine große Schüssel in die auch später der Valantische Schmelzkäse hinein passt, doch noch hat das Zeit. Denn zuerst trennst Du das Eigelb vom Eiweiß der Eier und gibst ausschließlich das Eigelb zu dem Zucker.
Nun rühre die Mischung kräftig durch. Dazu gehört ein wenig Kraft im Handgelenk, bis die Masse zu einer cremigen Paste wird. Schlage möglichst alle Klümpchen aus der Masse, damit die T’ra mi’Sumu-Crème später wirklich glatt wird.

Gebe nun den Käse in die Schüssel und rührt wiederholt kräftig durch, bis die Eigelb-Zuckermasse gleichmäßig verteilt ist. Nun müsste die Masse eher eine feste Konsistenz haben, die mit ein paar Esslöffeln vom Mandellikör verfeinert und aufgeweicht wird, bis sich eine wirkliche Crème ergibt.
Im Norden des Imperiums nehmen sie anstelle des Mandellikörs übrigens eine Mischung aus starkem Alkohol, den sie aus Getreide brennen und Wasser des Lebens nennen, und Varkenmilch mit Kräutern.
Ist die Crème nun fertig, kommen auch die Jharrafinger zu ihrem Einsatz.

Nimm eine recht flache Schüssel zur Hand, in der Du zuerst den Boden mit einer dünnen Schicht der Crème bedeckt. Dann legst Du dicht an dicht die Jharrafinger hinein, nachdem Du sie kurz in den gekochten „Käfer“ getaucht hast und drückst sie leicht in die Masse. Auf diese Schicht kommt dann wieder eine Ladung Crème und darauf wieder die in „Käfer“ getränkten Jharrafinger.
Dieser Ablauf geht so weiter, bis die Crème verbraucht und als letzte Schicht obenauf liegt.

Die letzte Schicht wird dann mit einem dünnen Nebel aus Thapurbohnenpulver abgeschlossen und die Schüssel für mindestens einen halben Tag in den Kühlraum des Kellers oder, so man über solchen Luxus verfügt, in die Eiskammer gestellt, damit die Crème in die Jharrafinger zieht und sich setzten kann.

Schüssel für mindestens einen halben Tag in den Kühlraum des Kellers oder, so man über solchen Luxus verfügt, in die Eiskammer gestellt, damit die Crème in die Jharrafinger zieht und sich setzten kann.

Nur noch eines wäre da anzumerken.
Die Jharrafinger sollten nicht zu stark in den „Käfer“ getaucht werden, sonst saugen sie sich zu voll und werden zu einer undefinierbaren Masse, was den Gesamtgeschmack des T’ra mi’Sumu verderben könnte.

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